{"id":1766,"date":"2017-09-15T09:01:16","date_gmt":"2017-09-15T08:01:16","guid":{"rendered":"http:\/\/staysafe.bazl.admin.ch\/?p=1766"},"modified":"2017-09-15T09:01:16","modified_gmt":"2017-09-15T08:01:16","slug":"fliegen-im-gebirge-wenn-der-talwind-zum-bergwind-wirdvol-en-montagne-quand-la-brise-de-vallee-se-mue-en-brise-de-montagne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staysafe.aero\/de\/fliegen-im-gebirge-wenn-der-talwind-zum-bergwind-wirdvol-en-montagne-quand-la-brise-de-vallee-se-mue-en-brise-de-montagne\/","title":{"rendered":"Fliegen im Gebirge: Wenn der Talwind zum Bergwind wird"},"content":{"rendered":"<p>Das Fliegen in den Alpen ist etwas vom Sch\u00f6nsten, das es in der Fliegerei gibt. Doch das Wetter kann uns da schnell mal einen Strich durch die Rechnung machen, und das sogar dann, wenn \u201eblue sky\u201c vorherrscht! Wir sprechen im Folgenden also nicht von schlechter Sicht, tiefer Bew\u00f6lkung oder gar Gewittern, sondern von der eher unsichtbaren meteorologischen Gefahr, n\u00e4mlich den <strong>Winden<\/strong>.<\/p>\n<p>Aus den Lehrb\u00fcchern kennen wir die <strong>Hangwindzirkulation<\/strong>: die Sonne bescheint einen Hang, der sich und die Luft dar\u00fcber erw\u00e4rmt, die folglich aufsteigt und Luft aus den tieferen Schichten nachzieht. Etwas komplizierter wird es mit der Berg- und Talwindzirkulation, weil hier auch die unterschiedlichen Neigungen resp. die Topografie und der Talquerschnitt eine Rolle spielen. Ich einem engen Tal mit stark zur Sonne geneigten H\u00e4ngen wird die darin liegende Luft st\u00e4rker erw\u00e4rmt als in einer vergleichswiese ebenen Fl\u00e4che respektive weitem Tal.<\/p>\n<p>In den Schweizer Alpen kommt es vielerorts vor, dass zwei unterschiedliche T\u00e4ler bez\u00fcglich den genannten Faktoren zu einem Pass zusammen laufen. So str\u00f6mt die Luft in einem Tal viel st\u00e4rker Richtung Pass als im anderen, was dazu f\u00fchren kann, dass der st\u00e4rkere Talwind den schw\u00e4cheren Talwind nach \u00dcberfliessen des Passes verdr\u00e4ngt und so zum Bergwind wird! Der bekannteste Bergwind ist der <strong>Maloya-Wind<\/strong>. Hier verdr\u00e4ngt der kr\u00e4ftige Bergeller Talwind nach \u00dcberfliessen des Maloya-Passes den eher schwachen Talwind des Oberengadins. So weiss der erfahrene Pilot, dass er bei einem Start in Samedan auf der Piste 21 an sch\u00f6nen Tagen in ein Lee kommt, wenn er weiter Richtung St. Moritz fliegen w\u00fcrde. Dieser erfahrene Pilot lernt aber auch in seiner Ausbildung, dass er zuerst H\u00f6he gewinnen muss, bevor er in das ansteigende Oberengadin Richtung Maloya fliegt. Neben diesem bekannten Beispiel gibt es noch duzende weitere P\u00e4sse, bei welchen eine fluggef\u00e4hrliche Leewind-Situation entstehen kann (Oberalp, Furka, Grimsel, Simplon um nur einige wenige zu nennen).<\/p>\n<p><strong>Die Taktik des \u00fcberh\u00f6hten Einfliegens (mindestens Passh\u00f6he plus 1000ft) in ein ansteigendes Tal mit \u00dcberflug des Passes ist ein wichtiger Grundsatz, um genau solch gef\u00e4hrliche Leewindsituationen (neben der schlechten Steigleistung aufgrund der hohen Density Altitude) zu vermeiden.<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Fliegen in den Alpen ist etwas vom Sch\u00f6nsten, das es in der Fliegerei gibt. 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