{"id":5650,"date":"2025-07-07T09:18:36","date_gmt":"2025-07-07T08:18:36","guid":{"rendered":"https:\/\/staysafe.aero\/?p=5650"},"modified":"2025-07-07T09:50:30","modified_gmt":"2025-07-07T08:50:30","slug":"empfehlungen-zur-elektronischen-sichtbarkeit-und-human-factors","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staysafe.aero\/de\/empfehlungen-zur-elektronischen-sichtbarkeit-und-human-factors\/","title":{"rendered":"Empfehlungen zur elektronischen Sichtbarkeit und Human Factors"},"content":{"rendered":"<p>Heutige Technologien zur elektronischen Sichtbarkeit k\u00f6nnen helfen, gef\u00e4hrliche Ann\u00e4herungen (Airprox) zu vermeiden. Das funktioniert jedoch nur, wenn alle Luft-fahrzeuge mit e-Conspicuity-Ger\u00e4ten ausgestattet sind und das Zusammenspiel zwischen Technologie und Pilot auf ihre gegen-seitigen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen abgestimmt ist. Im Projekt FASST-CH (Future Aviation Surveillance Services and Technologies in Switzerland) erarbeitet das Bundesamt f\u00fcr Zivilluftfahrt (BAZL) gemeinsam mit den Luftraumnutzern L\u00f6sungen, damit die elektronische Sichtbarkeit des Luftverkehrs gew\u00e4hrleistet ist. Heute stehen zahlreiche Luftfahrtdaten und<br \/>\n-technologien zur Verf\u00fcgung, auch dank des Internets. Das bietet grosse Vorteile. Mit einem so genannten \u00abTraffic Uplink\u00bb k\u00f6nnen beispielsweise Verkehrsdaten vom Flugverkehr ins Internet gespiesen und wieder an die Luftfahrtteilnehmer zur\u00fcckgesendet werden. Die Daten schaffen aber auch f\u00fcr Search &amp; Rescue-Dienste und FIS-B (Flight Information Service Broadcast) v\u00f6llig neue M\u00f6glichkeiten. Das Ziel der EASA ist es, dass durch solche Technologien die Erfolgsrate von See-and-Avoid von heute ca. 50 % auf bis zu 80 % verbessert wird. FASST-CH m\u00f6chte dieses Safety-Ziel f\u00fcr die Schweiz erreichen und \u00fcbertreffen.<\/p>\n<p><strong>Technologieempfehlungen f\u00fcr e-Conspicuity-Ger\u00e4te und finanzielle Unterst\u00fctzung<\/strong><br \/>\nNach fundierten Analysen und intensiven Abkl\u00e4rungen hat FASST-CH vor Kurzem Technologieempfehlungen auf <a href=\"http:\/\/www.bazl.admin.ch\/fasst-ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bazl.admin.ch\/fasst-ch<\/a>\u00a0 f\u00fcr die verschiedenen Luftfahrzeugkategorien publiziert. F\u00fcr Halter und Piloten sind sie eine wichtige Orientierungshilfe zur Ausstattung der Luftfahrzeuge mit den entsprechenden Ger\u00e4ten, welche die elektronische Sichtbarkeit gew\u00e4hrleisten. Ausgangspunkt der Empfehlungen sind die zwei Standards ADS-L und ADS-B. Ebenfalls ber\u00fccksichtigt werden die aktuell weit verbreiteten Technologien wie FLARM, FANET+, Mode S- Transponder, sowie neue Entwicklungen von beispielsweise PilotAware, Avionix, SafeSky und Skytraxx. Zur Ausr\u00fcstung von Luftfahrzeugen mit den entsprechenden Ger\u00e4ten kann via Spezialfinanzierung Luftverkehr (BV87) finanzielle Unterst\u00fctzung beantragt werden.<\/p>\n<p><strong>Human Factors beachten<\/strong><br \/>\ne-Conspicuity-Ger\u00e4te sowie Electronic Flight Bag, EFB (Handy, Tablet etc.), bieten zahlreiche Vorteile f\u00fcr die Luftraum\u00fcberwachung. Ein Verkehrshinweis kann die Wahrscheinlichkeit ein anderes Luftfahrzeug zu sehen um das Achtfache erh\u00f6hen. EFBs k\u00f6nnen jedoch auch zu Ablenkungen w\u00e4hrend des Fluges f\u00fch-ren. Die UK CAA zeigt dies in einem eindr\u00fccklichen Video auf. Erscheint ein Verkehrshinweis auf dem EFB, so wird der \u00fcbliche \u00abTraffic-Scan\u00bb oft ausgesetzt, weil sich die Aufmerksamkeit des Piloten nur noch auf den EFB und die vermeintliche Position des anderen Verkehrs konzentriert.Pilotinnen und Piloten m\u00fcssen sich deshalb einen sicheren Umgang mit der elektronischen Sichtbarkeit aneignen. Das BAZL wie auch die EASA und UK CAA sehen jedoch mit der e-Conspicuity eine Chance f\u00fcr einen grossen Sicherheitsgewinn.<\/p>\n<p><strong>Tipps zum Umgang mit der elektronischen Sichtbarkeit<\/strong><br \/>\n<strong>Strategische Festlegung der Flugroute:<\/strong><br \/>\nDie Flugroute soll geo-grafisch oder zeitlich so festgelegt werden, dass Hot-Spots mit viel Traffic gemieden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Solide Flugplanung am Boden anstatt \u00abHead-down Navigation\u00bb im Flug:<\/strong><br \/>\nAuf Basis einer soliden Flugplanung am Boden wird eine Strecke in der geplanten Zeit, Geschwindigkeit, Richtung und H\u00f6he abgeflogen. Im Flug liegt der Fokus auf der \u00dcberwachung des Luftraums.<\/p>\n<p><strong>Looking out for traffic: Der visuelle Traffic-Scan bleibt das wichtigste Sicherheitsnetz<\/strong><br \/>\nDie Unterst\u00fctzung eines EFB erm\u00f6glicht Situational Awareness. Das Sehen und Ausweichen erfolgt weiterhin visuell, das w\u00fcrde sich auch mit 100 % e-Conspicuity nicht \u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Relevanz des EFB-Traffics:<\/strong><br \/>\nDas menschliche Auge kann anderen Flugverkehr auf eine Distanz von ungef\u00e4hr 3 nm erkennen. Der visuelle Scan der direkten Umgebung darf nicht durch \u00abDistant Traffic\u00bb auf dem EFB abgelenkt werden. Traffic-Meldungen via Audio: Viele Headsets und Intercom sind heutzutage Bluetooth-f\u00e4hig. Es ist daher ratsam, die Traffic-Meldungen des EFB via Audio ausgeben zu lassen.<\/p>\n<p>Safety first, every flight, every time.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heutige Technologien zur elektronischen Sichtbarkeit k\u00f6nnen helfen, gef\u00e4hrliche Ann\u00e4herungen (Airprox) zu vermeiden. 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