Luftraum Echo: Umfrage, erste Erkenntnisse, weiteres Vorgehen
Im Frühling 2025 führte staysafe.aero eine grosse Umfrage zum Luftraum Echo durch; rund 1700 VFR- und IFR-Pilotinnen und Piloten nahmen teil. Das Ergebnis: Die Befragung war überfällig. Sowohl VFR- als auch IFR-Piloten sehen in diesem „Luftraum mit gemischtem Verkehr“ vielfältige Herausforderungen und Optimierungspotenzial. Insgesamt bestätigt die Umfrage ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein, deckte jedoch gleichzeitig erhebliche Wissens- und Strukturdefizite auf. Besonders deutlich wird bei den Befragten der Wunsch nach technischen Hilfsmitteln zur besseren Verkehrserkennung sowie nach einfacheren Luftraumstrukturen und Verkehrsregeln.
Koexistenz von IFR- und VFR-Flügen
Die Umfrage zeigt, dass in Bezug auf Wissen und Verständnis des Luftraums Echo teilweise beträchtliche Lücken bestehen – sowohl hinsichtlich der grundlegenden Definition als auch der spezifischen Flugregeln und der unterschiedlichen Dienstleistungen der Flugsicherung. Während die Mehrheit der Pilot/-innen das Prinzip „see and avoid“ verinnerlicht hat, ist bei IFR-Piloten und -Pilotinnen eine zu starke Abhängigkeit zur Flugsicherung (ATC) zu beobachten, und dies vor allem im anspruchsvollen Gelände der Gebirgsregionen. Ein klarer Konsens: Elektronische Sichtbarkeit sollte für alle Luftfahrzeuge Pflicht werden.
Grundschulung versus praktische Anwendung
Als zentrale Risiken werden nicht elektronisch sichtbare tieffliegende Militärflugzeuge, eine unzureichende Funk- und Radarabdeckung in topografisch komplexen Gebieten, visuell schwer erkennbare Segelflugzeuge sowie Drohnen genannt. In der Ausbildung hapert es vor allem bei der praktischen Anwendung – etwa im Zusammenspiel mit der Flugsicherung oder dem Einsatz moderner Verkehrserkennungssysteme. Viele empfinden den Schweizer Luftraum als komplex und erwarten mit zunehmendem Drohnenverkehr eine Verschärfung der Situation.
Erfolgsfaktoren: i-Conspicuity und permanentes Training
Das Schlussfazit der Umfrage ist eindeutig: „See and avoid“ bleibt eine zentrale Grundlage. Jedoch sind eine verpflichtende elektronische Sichtbarkeit (i-Conspicuity), ein fokussiertes Flugtraining (recurrent training) sowie eine kontinuierliche Auffrischung des Wissens zu Luftraumthemen unverzichtbar für mehr Sicherheit im Luftraum Echo.
Wie geht es weiter?
Die Ergebnisse sind 2026 ein Schwerpunkt der Safety Promotion auf staysafe.aero. Zudem suchen wir aktiv den Austausch mit der VFR- und IFR-Community – an der AERO 2026, dem Flight Safety Dialog 2026 und bei Season Openers von Flugschulen und Vereinen.
Safety first, every flight, every time.
2025 Survey on Echo class airspace – Results Survey as .pdf (auf Englisch)
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